Lernen in der digitalen Welt

Der Umgang mit dem Computer und Smartphone sowie die Recherche im Internet gehören zu den Grundfertigkeiten des heutigen Lebens in Deutschland und damit zu wichtigen Grundfertigkeiten der Schule. Hausaufgaben, Aufzeichnungen, Projektarbeit und das Lernen an sich sind schon lange nicht mehr nur analog im Hefter zu finden, sondern können auch digital erfolgen. Mit der Art und Weise, wie man in einer digitalen Welt zurecht kommt, beschäftigt sich das Schulfach Lernen in der digitalen Welt.

Medien eröffnen mittelbar und unmittelbar Interaktions- und Kommunikationsgelegenheiten und können von daher wertvolle Reflexionsanlässe für die Persönlichkeitsentwicklung offerieren. Demgemäß erscheint es zweckmäßig, von „Medien“ auch im Kontext der Persönlichkeitsentwicklung so zu sprechen, da damit mehr als nur der physische Gegenstand selbst, sondern immer auch das in und durch Medien Eröffnete gemeint ist. Um dieser Annahme Rechnung zu tragen, wird ein breites Medienverständnis angelegt, weshalb darunter Begriffe wie z. B. Schrift, Buch, Fotografie, Telegrafie, Film, Radio, Fernsehen, Internet, Computer, Videoplattformen, soziale Netzwerke, Smartphone, Internet der Dinge sowie Computerspiele u. v. m. gesammelt werden können.

Gearbeitet wird zumeist digital. Ein mobiles Gerät mit Internetzugang ist von Vorteil. Es darf freiwillig auf eigene Verantwortung mitgebracht und nach Absprache im Unterricht verwendet werden. Dies ist allerdings keine zwingende Voraussetzung für den Unterricht. In LdW gibt es keine Noten! Lehrkräfte anderer Fächer können allerdings im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts auf behandelte Themen zurückgreifen und vergessene Hausaufgaben werden notiert. LdW soll vor allem den Schülerinnen und Schülern im Schulalltag helfen.

In den Schuljahrgängen 5 bis 8 sollen sich die Schülerinnen und Schüler individuell, kooperativ und reflektiert in unterschiedlichen und zumeist fächerübergreifenden Lernszenarien mit ihrem Lernverhalten und ihrem Mediengebrauch auseinandersetzen. Es soll eine Heranführung an die Arbeit mit digitalen Geräten, Werkzeugen und Konzepten erfolgen. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich generations-, gender- sowie milieuspezifische Formen der Mediennutzung aus ihrer Lebenswelt.