Politische Satire für unsere Jahrgänge 10 und 11 am 08.10.2025. Unterricht der anderen Art erlebten kürzlich 80 Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Als eine von 27 Schulen im Netzwerk der Europaschulen Sachsen-Anhalts kamen sie in den Genuss, politisches Kabarett in humorvoller Verpackung zu genießen. Die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und mehrfach prämierten Brüder Tobias und Sebastian Hengstmann vom gleichnamigen Kabarett „…nach Hengstmanns“ aus Magdeburg eröffneten dem jungen Publikum eine satirische Sicht auf relevante Themen. Die Hengstmänner streiften in ihrem Programm das Gendern, die Landespolitik Sachsen-Anhalts und auch die Klimapolitik. Alle Themen betrafen die Lebenswelt der Schüler in unterschiedlichem Maße. Kurzweilig und mit viel Spontanität wurde besonders das Thema Meinungsfreiheit satirisch in den Fokus gesetzt. Pointiert, offensiv und auch für die Schüler greifbar haben wir über internationale Politik (Trump), toxische Männlichkeit und den Klimawandel lachen können. Schwerpunkt war u.a. auch die Landtagswahl 2026, die maßgeblichen Einfluss auf den Alltag unserer Jugendlichen haben wird. Indirekt und direkt sind die grundlegenden Werte, die hinter Pluralismus und Meinungsfreiheit verborgen sind, immer wieder in unterschiedlichen Kurzgeschichten miteinander verknüpft worden. Die dem Programm nachfolgende Fragerunde nutzten unsere Schüler, um die Kabarettisten zu ihrem Programm und ihrer Meinung zu aktuell sehr relevanten Themen zu befragen. „Gaza“, „Gewalt und Meinungsverschiedenheit“ waren besonders von Interesse. Die Kunst der Hengstmänner bestand darin, keine Antworten auf hochkomplexe Fragen zu geben, sondern pointenfest die Irrsinnigkeit aktueller Konflikte aufzuzeigen bzw. auch Impulse für eine eigene, kritische Reflexion und Meinungsbildung zu geben. Alle Anwesenden waren sich im Anschluss einig, dass dies eine besondere Stunde war, die dank der Förderung des Ministeriums für Bildung von unseren Schülerinnen und Schülern nicht bezahlt werden musste. Man sieht sich hoffentlich „im geilsten Veranstaltungsraum“ (S. Hengstmann) wieder.
Paul Kannmann
